Landkreis Havelland und Kommunen fordern Lösung für geplante Sperrung der Lehrter Bahn
Der Landkreis Havelland und die von der geplanten Sperrung der Lehrter Bahn betroffenen Kommunen – darunter auch die Stadt Ketzin/Havel – haben sich gemeinsam an die Deutsche Bahn, das Bundesverkehrsministerium und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg gewandt.
In einem gemeinsamen Schreiben fordern Landkreis und Kommunen, die geplante 14-monatige Vollsperrung der Lehrter Bahn zwischen Wustermark und Rathenow zu verhindern und alternative Lösungen zu prüfen.
Nach der zehnmonatigen Vollsperrung der Hamburger Bahn steht der Region damit eine weitere erhebliche Einschränkung des Schienenverkehrs bevor. Nach den derzeitigen Planungen soll die Lehrter Bahn zwischen Wustermark und Rathenow für mehr als ein Jahr vollständig gesperrt werden.
Landkreis und Kommunen befürchten dadurch erhebliche Auswirkungen auf Pendlerinnen und Pendler sowie auf die Mobilität in der gesamten Region. Eine so lange Vollsperrung könnte zudem zu zusätzlichem Autoverkehr führen und die Situation an den ohnehin stark frequentierten Bahnhöfen weiter verschärfen.
In ihrem gemeinsamen Schreiben fordern Landkreis und Kommunen insbesondere die Prüfung, ob zumindest zeitweise eine Bahnverbindung zwischen Berlin und Rathenow oder zwischen Berlin und Nennhausen aufrechterhalten werden kann.
Darüber hinaus soll zeitnah geklärt werden, wie zusätzliche Parkmöglichkeiten an den von der Sperrung betroffenen Bahnhöfen geschaffen werden können.
Landkreis und Kommunen sprechen sich gemeinsam dafür aus, die geplante 14-monatige Vollsperrung zu verhindern und eine tragfähige Lösung für die betroffenen Fahrgäste und die Region zu finden.
Quelle: Landkreis Havelland, Mitteilung vom 28.09.2026
Bild zur Meldung: © Landkreis Havelland





